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Bildung im Kindergarten und Hort

Eine Projektgruppe von Kindertagesstätten-Leiterinnen und dem Caritas-Institut für Bildung und Entwicklung arbeitet seit Herbst 2002 an Bildungsansätzen für Kinder. Neben dem FORUM 2004 (siehe nachfolgendes Plakat; das Programm ist ab September unter www.caritas-institut.de einzusehen) ist ein Buch zum Thema Projektarbeit geplant.

Darüberhinaus erstellt die Projektgruppe ein Diskussionspapier zum Thema "Bildung in der Elementarpädagogik" um unabhängig von der Entstehung des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans eine eigene Position zu entwickeln und diese dann mit dem Bildungsplan zu vergleichen. (siehe Entwurf nach dem Plakat)

 

Elementare Bildungs-Prozesse

Diskussionspapier der Projektgruppe "Bildung in Kindertagesstätten" des Caritas-Institutes für Bildung und Entwicklung.             Stand: Juni 2003

Bildung ist ein lebenslanger Prozess, sich ein „Bild“ von der Mit-Welt und Schöpfung zu machen, ausgehend von der eigenen Person.

1.    Kinder als Subjekt ihrer Entwicklung

Entfaltung der Individualität
Wahrnehmungsfähigkeit weiten, eigene Stärken und Schwächen erkennen, positives Selbstbild aufbauen, sich abgrenzen, Unterschiede erkennen

Ganzheitlichkeit
entwickeln von Gelassenheit und einer Balance von Körper, Seele, Geist.
Erfahrungszusammenhänge

Einheit von Innen- und Außenwelt  
Entfalten der personalen Innenwelt, Eigene Gefühle, Bedürfnisse und Interessen wahrnehmen und verwirklichen.

Authentizität

Wahrnehmung von Glück 

Selbstbewußtsein

Selbstwahrnehmung

Selbständigkeit
Entscheidungen treffen und verwirklichen. Entscheidungs- freudigkeit, Kritikfähigkeit, Mitdenken

Autonomie und Resilienz 
(sich auch unter widrigen Umständen behaupten) 

Orientierungs-Kompetenz


2.  Weltneugierde

Offenheit
Interesse und Lust am Beobachten, Forschen und Experimentieren

Entfaltung von Fähigkeiten

Im Spiel  
neue Verhaltensweisen und Zusammenhänge entdecken, Erlebnisse verarbeiten, sich Fremdes vertraut machen...
Sich Einlassen auf Unbekanntes, auf dem Weg sein, ausprobieren...

Zusammenhänge erforschen

Intuitive und logische Zusammenhänge entdecken

Entfaltung von Kreativität:
Neues ausprobieren, Pläne schmieden und verwirklichen.

Ökologisches Bewußtsein
Sich als Teil der Natur begreifen und von der Natur lernen.

Lebensraum-Bezug:
Kennen lernen und Aneignung der Lebenswelt Kindergarten, Gemeinde und Schule als Lebensraum entdecken, die Über­rasch­ungen bieten, vom Alltag lernen  

3.  Schöpfungs-Weisheit    

Werte 
in einer kulturellen, menschlichen und schöpferischen Vielfalt erkennen und achten. Toleranz gegenüber anderen Werten, Gedanken und Kulturen entwickeln. Gleichzeitig eigene Werte darstellen und einbringen.

Einklang-Erlebnisse mit der Natur

Begeisterung für die Vielfalt des Lebens
intuitives Einfühlen in Menschen, Tiere, Pflanzen.

Achtsamkeit  
gegenüber der Schöpfung und Leben, Wertschätzung gegen­über Dingen und Ressourcen

Sinn-Konstruktion
Philosophieren und religiöse Dimensionen erschliessen

 

4.  Kommunikation und Interaktion

Voneinander lernen in Beziehung und Kooperation

Beziehungsfähigkeit
Kontakte knüpfen, Beziehungen aufbauen und gestalten
Fähigkeit, sich neuen Situationen anzupassen ohne die eigene Identität aufzugeben

Konflikte lösen
Konfliktfähigkeit lernen, sich behaupten und Angriffe abwehren
Mut und Aufrichtigkeit

Bereitschaft zur Selbstverantwortung und Verantwortung für andere

Sich ausdrücken:
Vielfalt von Ausdrucksmöglichkeiten nützen. Eindrücke nach außen tragen und verarbeiten, in Bildern und Worten andere teilhaben lassen

 

5.  Emotionale Fähigkeiten

Aufmerksamkeit
Achtung

Herzens­bildung
Mitgefühl und Liebe

Humor entwickeln
„lassen Können“, nicht alles zu ernst nehmen, über sich und  gemeinsames Handeln lachen können.

Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen
bei sich und Mit-Menschen und sie in die Interaktion sozialverträglich einbinden

 

6.   In-Bewegung-Sein

Körperliche Bewegung

Geistiges Bewegt-Sein

Seelische Bewegtheit

 

7.   Gegenwartsbezug und Transfer

Recht des Kindes auf den heutigen Tag ... 
und blaue Flecken

Bewusstes Erfahren von Zeit und Raum
auch Langeweile, Muße und Eintauchen in das Tun der Gegenwart („Flow“), Leben im Augenblick

Bewußtsein der eigenen Entwicklung
Erlebtes und Erfahrungen in das eigenen Leben und Weltbild einbeziehen und in neue Situationen übertragen

 

   

   

 

 

 

 

 
Kreativität beginnt damit, neuen Impulsen Raum zu geben und Zufälle wirken zu lassen